Hammerkunst Waffen – Ernstfall

Auf dem Hollow Kingdom haben die beste Freundin von allen und ich das erste Mal unsere auf der Spielemesse gekauften Hammerkunst-Waffen unter echten Kampfbedingungen eingesetzt. Es handelt sich dabei um ein Gothenschwert und einen Streitkolben.

Das Schwert ist mit fünf Metern Gardinenbleiband am Griff halbwegs ausbalanciert, der Streitkolben ist unmodifiziert.

Durch den Waffencheck kamen die Waffen ohne weiteres, mein Gothenschwert wurde fast bewundert – aus den gleichen Gründen, warum ich es damals gekauft habe: Schön lang und schön schwer.

Größtes Manko: Es war sehr kalt, und die Waffen fast steinhart. Das Schwert erlangte so etwas an bitter benötigter Stabilität.
Der Streitkolben gewann allerdings nur (schon bei leichtestens Schlägen) an Schmerzhaftigkeit. Durch den weit vorne liegenden Schwerpunkt konnte man auch nicht lange damit vernünftig kämpfen, ansonsten war die beste Freundin von allen aber recht zufrieden. Wie es den Opfern erging, konnten wir nicht herausfinden, aber ohne Kettenhemd waren Treffer mit dem Ding sicher kein Spaß.

Ich selbst kam im Kampf mit dem Schwert von der Handhabung her gut zurecht, das lag aber vermutlich daran, daß der wabbelige Schaumstoff und der Kernstab nahezu gefroren waren. Ich habe aufgrund eigener schmerzlicher Erfahrung nur auf gerüstete Leute damit eingeschlagen.
Die von mir in meinem ursprünglichen Bericht erwähnten Mankos fielen mir während des Kampfgeschehens nicht weiter auf.
Im Nachhinein zeigte sich allerdings, daß an der Schwertspitze großflächig die Farbe abrieb und darunter direkt der Schaumstoff zu sehen war. Die Waffe ist also nur mit einer sehr dünnen Schicht Latex (oder sogar nur Farbe) bemalt, völlig ohne den heute eigentlich selbstverständlichen Schutzcoat darüber. Nach einer Stunde Kampf schon solche Gebrauchsspuren zu sehen, ist völlig inakzeptabel.

Meine Meinung hat sich nicht geändert: Waffen zum kaputtkloppen (was nicht lange dauert).
Von der Verarbeitung und dem Material her fast gefährlich, besonders in unerfahrenen Händen.

Ich werde mir nie wieder Waffen bei Hammerkunst kaufen, und vermutlich auch sonst nichts.

Schreib einen Kommentar


Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Germany
This work by Stefan Max is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Germany.