Das Hammerkunst-Gotenschwert
Ich habe mir am Samstag auf der Spielemesse das Gotenschwert von Hammerkunst gekauft, das nicht wie herkömmliche Latexwaffen aus geklebten Polsterlagen besteht, sondern am Stück geschäumt ist.
Warum habe ich es mir gekauft?
Dafür gab es drei Gründe.
- Es ist billig: Auf der Messe 60.
- Es ist angenehm schwer und groß.
- Auf der Messe gab es nicht genug Platz, es hinreichend auszuprobieren.
Warum ärgere ich mich jetzt darüber?
Auf der Messe war mir schon aufgefallen, daß das Schwert ziemlich schlecht balanciert ist: Der Schwerpunkt liegt etwa in der Mitte der Klinge, was es sehr kopflastig macht. Dadurch wird die Spitze der Klinge sehr stark beschleunigt.
Also habe ich den Griff zu Hause kurzerhand mit Bleiband beschwert und neu gewickelt, so daß der Schwerpunkt jetzt etwa eine Handbreit vor dem Kreuz liegt.
Leider peitscht die Klinge auch sehr stark. Wenn man einen Schlag abrupt abbremst, schlägt die Spitze noch ein ganzes Stück weiter und federt dann zurück.
Das gleiche passiert bei Treffern: Die Klinge federt von Ziel zurück und schwabbelt in der Gegend herum.
All diese Sachen (trotz nachträglicher Ausbalancierung) führen dazu, daß man die Schläge wirklich schwer kontrolliert abbremsen kann. Ohne zusätzliches Gewicht am Griff ist es praktisch unmöglich.
Zum Gewicht selbst ist mir erst im nachhinein aufgefallen, daß das Schwert schwerer als mein gleich großes Holzschwert ist.
Der Schaumstoff ist sehr hart, insbesondere beim Auftreffen. Noch härter als die Waffen von Boars.
Dementsprechend tun Treffer schon ziemlich weh, wenn man auch nur sanft zuschlägt. Was passiert, wenn man im Eifer des Gefechtes etwas beherzter ausholt, will ich lieber nicht wissen.
Was lerne ich daraus:
Es lohnt sich, für Polsterwaffen Geld auszugeben. Mein nächstes Schwert wird von Ars Sica sein.
Post Scriptum:
Ich schrieb eine Mail an Hammerkunst, in der effektiv das gleiche wie in diesem Posting stand. Die Antwort:
vielen Dank für die Kritik, wir fassen das nicht als Meckerei auf, sondern sind über jede Info, die die Kunden uns schreiben dankbar. Wir haben alles zur Kenntnis genommen.
Allerdings gibt es einen Unterschied zwischen “zur Kenntnis nehmen” und “Konsequenzen ziehen”.


18. Oktober 2005 um 11:05 |
Hm … Also waren es die 9,90 Ersparnis nicht wert. Ein typischer Impulsiv-Kauf würd ich sagen ;-)
26. Oktober 2005 um 8:33 |
Die Härte des Schaumstoffes bei HK-Waffen variiert sogar innerhalb der gleichen Baureihe. Von deutlich zu weich bis deutlich zu hart ist da alles möglich.
Über die Waffen von Ars Sica allerdings kann ich nur Bestes berichten. Besonders die Sattelbaumschwerter habens mir angetan.