Dialoge im Krankenhaus

Donnerstag, 15. Mai 2008

Gequälter Patient: “Aber es tut doch so weh!”
Genervte Krankenschwester: “Dadurch, dass sie schreien, wird es auch nicht besser!”

Kommentar eines Kollegen dazu:Schmerzfreies Krankenhaus, Mh?”

Ich glaub ich steh im Wald

Mittwoch, 14. Mai 2008

Wald in der DoseAls die beste Freundin von allen und ich am Montag Nachmittag auf dem hannoverschen Bahnhof auf unseren Zug warteten, entdeckten wir, dass sich eines der Wartehäuschen auf dem Bahnsteig irgendwie verändert hatte.

In der WalddoseEs war grün.

Einige verdutzte Augenblicke später fanden wir eine fast unlesbare Plakette an der Seite des Wartehäuschens, die darauf hinwies, dass es sich um eine Aktion der Fachhochschule für Design namens “Bahnhofskunst oder die Kunst zu Warten” handelt. Leider hatten wir keine Zeit mehr, uns die anderen Wartebereiche anzuschauen.

Chicken Naggets

Samstag, 10. Mai 2008

Nach dem Rummsteak hier eine neue Wortkreation einer anderen Aachener Döner- und Frittenbude:

Chicken Naggets

Schwarzer Monofilamentfaden

Donnerstag, 8. Mai 2008

Mit sowas nähen wir in der Schattenklinik Burtscheid, Chummer.
Schwarzer Monofilamentfaden

Conbericht: Ahornbach 2

Mittwoch, 7. Mai 2008

Das letzte (verlängerte) Wochenende verbrachten die beste Freundin von allen und ich mal wieder in seltsamen Klamotten auf einem Zeltplatz, um Leute mit Polsterwaffen zu vermoppen. Es handelte sich um die Con “Ahornbach 2″ DER Alchemisten-Orga.

Wir fuhren diesmal als Lichtritter in blau-weiß, einer unerbittlichen Truppe von Glaubenskriegern für das Licht. Leider haben wir keine eigenen Photos gemacht, aber hier gibt es welche.

Was geschah:
In einem vollbeladenen Kangoo fuhren wir am ersten Mai zwei Stunden Richtung Südosten. Eine Menge neuer Klamotten und Waffen waren dabei - die letzten drei Wochen waren wir praktisch nur mit Basteln und Nähen beschäftigt. Dank guter Planung konnten wir früh losfahren und die letzten benötigten Sachen im benachbarten Holland einkaufen, wo die Läden immer geöffnet haben.

Auf dem Zeltplatz trafen wir fast zeitgleich mit unseren Mitstreitern ein, so dass wir schnell und koordiniert unser Lager aufgestellt hatten und mit dem Spiel beginnen konnten.

Die nächsten Tage verhauten wir bei strahlendem Sonnenschein eine Menge Barbaren, wurden ordentlich verhauen, aßen und tranken für ein Heerlager ziemlich dekadent und hatten generell eine Menge Spaß, woran die Orga allerdings eher unbeteiligt war.

Sonntag bauten wir zügig ab, erledigten den obligatorischen Besuch bei den goldenen Bögen und waren zu einer zivilen Zeit wieder zu Hause, so dass wir mit dem Aufräumen und Waschen schon ziemlich weit kamen. Da ich am folgenden Montag Nachtdienst hatte, konnte ich ausschlafen und am Dienstag die Reste aufräumen - beziehungsweise für die nächste Con weiterbasteln.

(Klingt wie ein Déjà-vu.)

Das Gelände:
Der Jugendzeltplatz Untershausen liegt zwischen Wiesen, Wald und Feldern in der Nähe von Montabaur im Westerwald-Kreis, nur wenige Kilometer von der A3 entfernt. Leider haben wir von der umgebenden Landschaft nicht viel gesehen, da wir auf dem Zeltplatz belagert wurden und diesen selten verlassen haben.

Die dort stehenden Holzhütten fielen nicht weiter negativ auf, die sanitären Anlagen waren in Ordnung, und gegen 50 Cent konnte man sogar warm duschen, falls man das Bedürfnis verspürte.

Die Spieler hatten ihr Lager direkt auf dem Zeltplatz, die NSC-Barbaren zelteten etwas hangabwärts auf einer großen Wiese. Dazwischen hatte die Orga ein großes, besetzbares Holztor (ein mit Holz verkleidetes Gerüst) gebaut. Leider hatte es für den Rest einer Palisade nicht mehr gereicht, links und rechts daneben mussten Abspannungen herhalten.

Die SL:
Außer beim Ein- und Auschecken hatten wir praktisch keinen direkten Kontakt zur SL. Alle Formalitäten wurden problemlos erledigt, auch wenn das Einchecken bei “älteren” Charakteren aufgrund der vorher nicht veröffentlichten umfangreichen Regelmodifikationen teilweise in längere Diskussionen ausartete. Mit Null Contagen war mir das reichlich egal.

Ansonsten waren SLs stets präsent und freundlich. Etwas ärgerlich war die Tatsache, dass fast alle Organisatoren die ganze Zeit als Ambientekiller in zivil mit Funke im Ohr und wichtigem Backstage-Ausweis um den Hals herumliefen. Allein eine Gugel hätte da schon viel gerettet.

Außerdem waren die Entscheidungen der Spielleitung leider häufig etwas zu sehr darauf bedacht, keinen Spieler zu verärgern, und somit oft reichlich inkonsequent. Mein persönliches Highlight: Wir versuchten mit einer größeren Gruppe einen Ausbruch aus der Belagerung, um abzuziehen, da uns die dortige Situation hoffnungslos erschien. Nach kurzer Zeit wurden wir von einer Truppe Barbaren völlig aufgerieben, bis auf die Unterwäsche geplündert und schwer verletzt im Wald liegengelassen.

Die verzweifelte Atmosphäre dieser Situation wurde jäh zunichte gemacht, als eine SL sich vor uns stellte und laut sagte: “Jetzt mal Time Freeze. Das war so nicht geplant. Wir würden gerne mit Euch darüber reden, was passiert ist, und wie es weitergehen soll.”

In den Top 10 der peinlichsten Orga-Sprüche ganz weit oben. Die einzig adäquate Antwort war: “Nicht labern, spielen.”

Die Spieler:
Viele größere Gruppen, sehr schöne und ambientetaugliche Lager, tolles Spiel untereinander… Was will man mehr.

Die NSCs:
Hochmotiviert und immer bereit, Prügel einzustecken und auszuteilen. Die meisten NSCs waren gute und faire Kämpfer, von denen man sich gerne hat umhauen lassen. Einige Ausnahmen waren natürlich auch dabei, allerdings schien bei diesen nur etwas Erfahrung zu fehlen.

Die Barbaren waren überzeugend und konsequent gespielt, und wären sie nicht häufiger von der SL an die kurze Leine genommen worden, hätten sie unser Lager mehrere Male komplett schleifen können.

Der Plot:
Eisenbahn. Wir stiegen am Donnerstag in den Plotzug ein, wollten unterwegs aussteigen, wurden wieder hineingeprügelt (Situation oben beschrieben), und stiegen Samstag abend aus. Es gab nur eine mögliche Lösung für den Plot, die ab Freitag Mittag klar war, und wenn man sich auf diese nicht einlassen wollte, hatte man Pech gehabt. Die SL war bezüglich Abweichungen von ihrem Drehbuch recht unflexibel.

Das war sehr schade, denn der Plot an sich war eine schöne Geschichte, die auch eine Menge alternative Lösungen ermöglicht hätte.

Essen und Trinken:
Wir haben uns selbst reichlich dekadent versorgt. Ansonsten kochte vor Ort die Trutzhavener Feldküche, deren Angebot wir nicht in Anspruch genommen haben. Das Essen soll aber laut Aussagen Dritter ganz ordentlich gewesen sein.

Die Taverne:
Ein Feuerwehrzelt mit Bierbänken darin, recht lieblos dekoriert. Mangels Gelegenheit war ich dort nie Gast, aber man konnte von weitem hören, dass die Zecher sich auf jeden Fall amüsiert haben.

Fazit:
Vom extrem linearen Plot und einigen Fehlgriffen der Orga abgesehen (einen magiezerstörenden Spruch durch eine an einem Stock durchs Lager getragene blaue Plastikmülltüte darzustellen, würde ich als so etwas bezeichnen) war es ein schönes verlängertes Wochenende mit netten Leuten.

Ob ich noch einmal eine Ahornbach-Con besuchen würde, weiß ich nicht. Wenn die Orga aus ihren Fehlern lernt, besteht durchaus Potential.

Trollen für Anfänger

Sonntag, 27. April 2008

Als ich die Kommentare zu eine heise-Artikel über unseren geliebten Innenminister las und in jedem zweiten einen Nazi- oder Hitlervergleich fand, konnte ich mich nicht mehr zurückhalten und musste auf Godwins Gesetz hinweisen.

Was als Scherz gedacht war, endete in einem ordentlichen Flame für mich. Beim Lesen war ich allerdings eher belustigt darüber, wie sich manche Leute über eine Nichtigkeit aufregen können. Damit habe ich vermutlich den Reiz des Trollens entdeckt.

Hier ist der Thread zum Selberlesen: Link.

Ich hätte von den heise-Lesern eigentlich mehr Sinn für Humor erwartet.

Wordpress 2.5.1

Sonntag, 27. April 2008

Vor ein paar Minuten habe ich dieses Blog auf die neueste Wordpress-Version (2.5.1) aktualisiert.

Soweit scheint alles zu funktionieren. Aber an das neue Admin-Interface muss ich mich auch erstmal gewöhnen.

Kollege Kruck auf laut.fm

Samstag, 26. April 2008

Passend zum (zumindest in Aachen) schönen Wetter möchte ich auf die ähnlich schöne Musik hinweisen, die uns Kollege Kruck live und direkt über laut.fm beschert:

Link zum Posting, zum Webplayer und zum Stream.

This is a triumph

Montag, 21. April 2008

The weighted companion cube will never threaten to stab you and, in fact, cannot speak.Die Aperture Laboratories haben endlich geliefert. Jetzt ist er da, mein eigener, knuddeliger Weighted Companion Cube.

Ius Primae Noctis

Montag, 21. April 2008

Diesen Samstag hatte ich das erste Mal ganz alleine Bereitschaftsdienst, ohne Facharzt an meiner Seite. Die Zeit von Samstag, 9:45h bis Sonntag, 9:30h verbrachte ich also im schönen M*****h*******.

In den Tagen vorher machten sich in meinem Kopf Horrorszenarien breit. Ein Beispiel:

Ich stehe beim Notkaiserschnitt, der heraneilende Oberarzt aus dem Rufdienst steckt irgendwo fest (vermutlich im Knast wegen zu schnellen Fahrens) und kann mir nicht beistehen, und in dem Augenblick piept der Notfallfunk mit der Nachricht “Notfall, Reanimation auf der M4, Reanimation auf der M4″, während auf der Intensivstation drei beatmete Patienten gleichzeitig dekompensieren.

Nichts dergleichen passierte. Ich verbrachte den Tag mit Routinetätigkeiten, den Abend mit Pizza, Kollegen aus der Chirurgie und einem Fernseher, und die Nacht schlafend im Bett.

Das Schlimmste, was passierte, war der Sieg der Bayern über Dortmund.


Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 2.0 Germany
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