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Donnerstag, 12. April 2012

Es geht abwärtsSeit heute haben mein Blog und ich das verflixte siebte Jahr hinter uns. Allerdings war es kein gutes Jahr für uns. Gerade mal elf Postings habe ich verfasst, das sind wiederum vier weniger als letztes Jahr (siehe Graphik). Einige Conberichte liegen zwar noch als hastig aufgeschriebene Stichwortlisten herum, werden jedoch vermutlich niemals erscheinen.

Dabei habe ich eigentlich genug zu berichten. Vielleicht sogar zu viel. Über die Niederlande, die Arbeit hier, die Unterschiede zum Leben in Deutschland – denn das sind einige, trotz der geographischen Nähe. Wie es ist, mit einer Truppe Holländer in Österreich Ski zu fahren. Über den Versuch, hier eine Pen-and-Paper Runde zu finden. Über meine Larp-Bastelprojekte, tolle und weniger tolle Cons, einen Swing-Tanzkurs, den Überlebenskampf der Bonsai oder Nachbarskinder mit Nerfguns. Über unseren Vermieter, niederländische Handwerker, viele Telefonate, eine Türklingel und eine Heizung. Über den Versuch, eine Kreditkarte zu bekommen. Über viel elektronisches Spielzeug und meine ersten Erfahrungen mit PowerLAN. Über ein Känguru. Oder einfach mal über Vocking Leberwurst.

Ich könnte auch darüber schreiben, wie ich im März feststelle, dass mein nächstes unverplantes Wochenende irgendwann Ende Juni ist. Allerdings hätte ich nächsten Dienstag von 20 bis 22 Uhr eventuell noch Zeit. Da könnte ich mal wieder mit der besten Freundin von allen einen Film gucken. Oder vielleicht doch einen Blogeintrag schreiben.

Ich twittere dann, wie mir der Film gefallen hat.

Kein Hauptwohnsitz in Deutschland

Samstag, 31. Dezember 2011

Seit Ende Oktober prangt auf meinem Personalausweis ein Klebeetikett, auf welchem handschriftlich “kein Hauptwohnsitz in Deutschland” vermerkt ist. Das hat den einfachen Grund, dass ich Ende Oktober in die Niederlande gezogen bin, genauer gesagt, in das schöne Utrecht. Die Ursache hierfür ist die beste Freundin von allen, die, wie dem geneigten Leser dieses Blogs vielleicht schon aufgefallen ist, bereits seit drei Jahren bei unseren Nachbarn im Westen wohnt. Und so kam es, dass an einem Oktobertag vier freundliche junge Männer unsere Wohnung in weit über hundert Kisten verpackten und am nächsten Tag irgendwie versuchten, diese Kisten in einem kleinen holländischen Reihenhäuschen unterzubringen.

Kein Wohnsitz
Eigentlich hatte ich gehofft, etwas mehr über meine Verhausung (Der Umzug heißt hier “verhuizing”) berichten zu können, aber leider gab es ständig etwas zu tun. Zum einen hatten wir unsere Aachener Wohnung schließlich doch sechs Jahre unser Heim genannt, so dass vor dem Umzug umfangreiche Ausmist- und Aufräumarbeiten bitter nötig waren. Zum anderen musste die Wohnung auch noch “fachmännisch renoviert” übergeben werden, und leider erwies sich der Mietvertrag diesbezüglich auch als wasserdicht. Dann benötigten zwei Leute zum konstruktiven Auspacken der weit über hundert Kisten doch deutlich länger, als die vier freundlichen jungen Männer zum unkritischen Einpacken gebraucht hatten. Weiterhin war an dem kleinen holländischen Häuschen auch noch einiges zu machen, und schließlich gab es da auch noch die niederländische Bürokratie, mit der ich mich herumschlagen musste.

Und das alles im Oktober. Ursprünglich hatte ich geplant, gemütlich im Dezember oder Januar mit der Arbeit anzufangen. Vorher wollte ich das Haus auf Vordermann bringen, noch einen Niederländisch-Kurs machen, alle nötigen Behördengänge erledigen, ein bisschen was über das Gesundheitssystem lernen und vielleicht sogar meine Doktorarbeit endlich fertig schreiben. Aber dann fand ich doch schon für Anfang November einen Job, und war plötzlich wieder Anästhesist statt Arbeitsloser.

Statt mich also mit der haarsträubenden Elektrik unseres Hauses herumzuschlagen, die Niederländisch-Bücher, die ich mir gekauft hatte, auch tatsächlich zu lesen, oder doch etwas über die namenlose Osteotomie des Herrn Salter zu schreiben, verbringe ich nun jeden Tag 40 meist nasse Minuten auf dem Fahrrad, neun spannende Stunden im Universitair Medisch Centrum Utrecht, ungefähr eine Stunde hungrig in der Küche, diverse müde Stunden vor dem Computer oder auf dem Sofa, insgesamt mindestens fünf Minuten fluchend auf den steilen Treppen unseres Hauses, und viel zu wenig Zeit schlafend im Bett.

Und zwischendrin muss ich noch versuchen, irgendwie die drei Sprachen, die ich in letzter Zeit benutze, vernünftig zu sprechen. Q.E.D.

Fahrraddiebstahl – oder doch nicht?

Montag, 31. Oktober 2011

Ende August, wenige Stunden nachdem wir erschöpft vom “Joch der Wahrheit” in Luhenburg zurückgekehrt waren und gerade fertig den Keller eingeräumt hatten, wurde mir mein treues und gar nicht so altes Fahrrad gestohlen. Das war besonders ärgerlich, da ich mich vor wenigen Wochen endlich dazu durchgerungen hatte, es gründlich zu putzen.

Gestohlen wurde es aus dem Keller. Quasi unter meiner Nase, da diese sich in dem Augenblick lediglich drei Stockwerke höher befand. Ich hatte meine Kellerparzelle abgeschlossen und war kurz in die Wohnung hochgegangen, hatte aber das Fahrrad im Kellerflur stehen lassen, da es sonst nur im Weg gestanden hätte.

Er blieb zurückWenig später wollte ich noch etwas in den Keller hinunterbringen und auch das Fahrrad wegstellen. Im Hausflur waren ein paar Mädchensportschuhe achtlos weggeworfen worden. Die Kellertür stand offen und die Kellerflure waren hell erleuchtet. Einsam und verlassen lag mein Fahrradhelm auf dem Boden.

Die Diebe waren also nicht nur dreist, sondern auch noch verantwortungslos.

Ich teilte mein Leid der besten Freundin von allen mit, und wir fragten im Haus herum, ob jemandem etwas aufgefallen war. Einem unserer Nachbarn waren vor der Wohnungstür die Joggingschuhe gestohlen worden. Die Schuhe unten im Hausflur waren die seiner Freundin. Schuhgröße 36 geht auf dem Schwarzmarkt vermutlich nicht so gut.

Den Abend, den wir eigentlich gemütlich mit Film und Pizza verbringen wollten, verbrachten wir dann gemütlich auf der Polizeiwache. Immerhin mussten wir dort nicht lange warten, und der Beamte, der die Anzeige aufnahm, war sowohl freundlich als auch realistisch – ich solle mir lieber keine Hoffnungen machen, das Fahrrad wiederzubekommen. Davon ging ich ohnehin nicht aus, aber damit die Hausratversicherung irgend etwas zahlt, musste ich den Diebstahl zur Anzeige bringen. Da offensichtlich in unser Haus eingedrungen worden war, wurde der Tatbestand gleich auf Hausfriedensbruch erweitert.

Immerhin ging es schnell genug, um Film und Pizza doch noch zu realisieren. Ich kann mich allerdings immer noch nicht entscheiden, ob ich Pirates of the Carribean 4 oder den Fahrraddiebstahl an diesem Tag schlimmer fand.

Inzwischen hat die Versicherung – übrigens die VGH – geantwortet. Es handele sich weder um einen Einbruch noch um einen Diebstahl, insofern würde ich leider kein Geld bekommen. Das Fahrrad hätte angeschlossen sein müssen.

Auf meine entrüstet geschriebene E-Mail bekam ich lediglich eine kurze Antwort, in der stoisch wiederholt würde, aufgrund des Sachverhaltes und der polizeilichen Ermittlungsakte könne man mir leider keinen Ausgleich anbieten. Ich verstehe zwar nicht ganz, warum es kein Diebstahl ist, wenn mir mein Fahrrad gestohlen wird, und warum es kein Einbruch ist, wenn in unser Haus eingedrungen wird, aber was bleibt mir übrig, außer entrüstete E-Mails zu schreiben.

Schade, dass ich die Versicherung schon wegen des Umzuges in die Niederlande gekündigt hatte, sonst hätte ich es jetzt getan. Den Diebstahl finde ich schon gar nicht mehr so schlimm. Aber dass die VGH es tatsächlich geschafft hat, nicht bezahlen zu müssen, lässt mich wieder ein Stückchen zynischer werden.

Good bye Mary Hope

Montag, 31. Oktober 2011

Am Mittwoch vor einem Monat hatte ich meinen letzten Arbeitstag im Marienhospital (das im Rettungsdienst scherzhaft “Mary Hope” genannt wird), und da ich morgen meinen ersten Arbeitstag im UMC Utrecht habe, wird es Zeit für ein kurzes Resumé.

Ich hatte mich an jenem Mittwoch, natürlich erst nach Ende der Arbeitszeit, mit Bier, Sekt, Frikadellen und Käsespießchen von meinen Kollegen verabschiedet. Der Tag klang dann mit dem restlichen Bier erst im Verberpark, und als dieses dann alle war, traditionell im Kapellchen in Burtscheid aus.

So schnell sind fast sechseinhalb Jahre vergangen. Ich begann im April 2006 als hilfloser und etwas renitenter PJler, und gehe nun als Facharzt für Anästhesie, der seine weitere Karriere als “Medisch Specialist” an einer Uniklinik bestreiten will.

Was ich am Marienhospital am meisten geschätzt habe, war die fast immer freundliche, nahezu familiäre Arbeitsatmosphäre – auch interdisziplinär – und die damit verbundenen kurzen Dienstwege. In der Anästhesie gab es eine angenehm flache Hierarchie und einen bemerkenswerten Zusammehalt, was in erster Linie den ganzen wahnsinnig lieben Kollegen geschuldet war.

In diesem Sinne: Danke, ihr wahnsinnig lieben Kollegen, für eine schöne Zeit! Dass ihr mein Blog lest, weiß ich ja. Ohne Euch und Eure gute Laune hätte es mir keinen Spass gemacht.

Döner ohne alles

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Leerer Dönerladen
Ich lasse dieses traurige Bild für sich sprechen.

Das Kebaphaus Bradi – über sechs lange Jahre lang mein Freund und Ernährer, Anbieter von heißem Döner, fettiger Pizza und kaltem Bier – ist nicht mehr. Ich guckte dort die Fußball-WM, lachte mit dem Dönermann über Nazi-Demos, wurde über neuesten Klatsch und Tratsch im Haus unterrichtet und war mit meiner Pen-and-Paper-Runde vermutlich für einen Großteil des Umsatzes verantwortlich.

Danke alle meine Kunde danke dankeUnd plötzlich, ohne Vorwarnung, ist die Tür abgeschlossen. Nur ein kleines Schild sagt noch kurz “Alle meine Kunde Danke, Danke”, und dahinter, nur Leere. Das Leben ist ein Stück trostloser geworden.

Pizza Bradi, mein Cholesterinspiegel wird Dich vermissen.

Tot ziens, Aachen.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Da die meisten von Euch, meine treuen Leser, auch treue Facebook-Kontakte oder Twitter-Follower seid, wisst ihr vermutlich schon, dass ich Anfang Oktober Aachen verlassen habe, und im schönen niederländischen Utrecht endlich wieder eine Bleibe zusammen mit der besten Freundin von allen zu beziehen. Diese ist inzwischen fast vollständig eingerichtet, nur eine einsame, nicht ausgepackte Umzugskiste steht noch in der Ecke.

Falls jetzt irgend jemand darauf hofft, dass ich jetzt, wie zu Beginn meiner reichlich unspektakulären Bloggerkarriere, wieder mehr an diesem Platz schreiben werde, wird vermutlich enttäuscht werden. Denn es warten keine langen Monate des studentischen Lotterlebens oder der staatlich bezahlten Arbeitslosigkeit auf mich, sondern eine Facharztstelle an der Uniklinik Utrecht, und das schon ab Anfang November.

Den restlichen Oktober werde ich mit Renovieren in Aachen, Abschiedsparties, Behördengängen und Arbeiten an unserem sehr niederländischen kleinen Reihenhäuschen beschäftigt sein.

Ich hoffe trotzdem, Einiges an dieser Stelle im Laufe der Zeit nachreichen zu können.

Facharzt für Anästhesiologie

Sonntag, 18. September 2011

Facharzturkunde
Seit letztem Mittwoch bin ich offiziell Facharzt für Anästhesie.

Die Prüfung war tatsächlich, wie alle immer behaupteten, ein kollegiales Gespräch über ein paar klinische Fälle. Die halbe Stunde, die dieses Gespräch dauerte, verging wie im Flug, und schon hielt ich obige Urkunde in meinen Händen.

Käse-Chili Muffins

Donnerstag, 16. Juni 2011

Muffins des  Todes

Anlässlich des jährlichen Treffens muffinverrückter Gnome backe ich gerade zum zweiten Mal “Mertas Feuermuffins”. Da sie mir dieses Jahr ausgenommen gut gelungen sind, möchte ich hier das Rezept teilen. Das Originalrezept kommt übrigens von LilMetalAngel auf kochbar.de, vielen Dank dafür!

  • 8 Jalapeños
  • 2 Habaneros
  • 560g Mehl
  • 1 TL Natron
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 TL Salz
  • 350g Cheddar
  • 400g Hüttenkäse
  • 500ml Buttermilch
  • 2 Eier
  • Ein guter Schuss Tequila
  • Butter
  • Paniermehl

Samen und Samenscheiden der Chilis herausschneiden, oder halt nicht. Kommt darauf an, wie schmutzig man es sich besorgen möchte. Die Chilis in kleine Würfel schneiden. Den Cheddar in größere Würfel schneiden.

Mehl, Natron, Backpulver und Salz vermischen. Cheddar und Chilis dazugeben. In einer zweiten Schale Buttermilch, Hüttenkäse, Eier und Teqila vermischen. Beides zusammenschütten und kneten, bis es einen schönen Teig ergibt.

Die Muffinformen einfetten und mit etwas Paniermehl ausstreuen. Mit einem ordentlichen Esslöffel Teigmasse befüllen.

Muffins 20 – 25 Minuten bei 175 – 200 °C backen. Auf einem Rost abkühlen lassen. Mit einem kühlen Bier genießen. Auf den nächsten Morgen freuen.

(Nota bene: Die Mengen ergaben sich hauptsächlich aus handelsüblichen Gebindegrößen denn aus backtechnischer Notwendigkeit, Variationen sind also durchaus möglich. Mit diesem Rezept habe ich allerdings einen sehr schön lockeren und saftigen Teig hinbekommen.)

Conbericht: Conquest of Mythodea 2010

Sonntag, 5. Juni 2011

Seit letztem August wollte ich eigentlich einen Conbericht über das Mythodea 2010 schreiben. Da ein vollständiger Bericht den vorhandenen Rahmen (und meinen Blutdruck) sprengen würde, hier lediglich ein paar gebliebene Eindrücke in Kürze.

Anreise und Lager:
DoerchgardDie Anreise gestaltete sich unproblematisch, die Verkehrsführung erinnerte mehr an ein Festival als eine Larp-Con. Ausladen durfte man nur in bestimmten Ausladebereichen, wodurch eine Menge lästige Schlepperei entstand, aufgrund der Menge an Teilnehmern vermutlich aber ein notwendiges Übel. Das Untotenlager, insbesondere im Bereich des vierten Lairdoms “Barrenbay”, sah für ein NSC-Lager recht schick aus und war nett dekoriert. Die vorgelagerte, bespielte Untotenfestung “Doerchgard” zauberte ein dämliches Grinsen auf mein Gesicht, als ich das erste Mal im grünen Licht auf deren Palisaden patrouillierte. Insbesondere der Innenbereich mit Untotensiedlung, Kapelle und diversen anderen IT-Bereichen war mit viel Liebe zum Detail gestaltet, wohlgemerkt von engagierten NSCs in Eigeninitiative und auf eigene Kosten.

In den verwinkelten Gassen der “Stadt” fand man eine tolle Atmosphäre vor, gegen die selbst viele große Mittelaltermärkte nicht angekommen wären. Es gab jede Menge Tavernen, Gauklerbetriebe, viele vernünftige, gute Händler und Mytholon. In den Spielerlagern gab es leider diverse Iglu-Zelte, dies war von der Orga jedoch explizit erlaubt. Jeder darf sich darüber seine eigene Meinung bilden.

Toiletten und tatsächlich zu heiße Duschen gab es in ausreichender Qualität und Quantität in der Nähe des NSC-Lagers.

NSCs, Spieler und SL:
StefansDas Untote Fleisch ist die engagierteste NSC-Truppe, in der ich jemals mitgespielt habe. Selbst bei Spielern habe ich selten so detailverliebte Kostüme und Masken gesehen, und sobald eine ausreichende Menge Untoter zusammenstand, verfiel man dort schnell und unwillkürlich ins Rollenspiel, auch ohne Spielerpublikum. Das schwarze Eis, unsere immer perfekten Kollegen, boten meist leider keinen so schönen Anblick, konnten dafür aber schön marschieren.

Die Spieler… Jemand benutzte kürzlich den Begriff “Polsterwaffensportler”. Das beschreibt den Großteil des Publikums vermutlich recht gut. Viele hatten den Punkt in der Rollenspielkarriere, an dem man lernt, Spiel und Realität zu trennen, noch nicht erreicht. Auch schienen die meisten Spieler die NSCs tatsächlich als Gegner und nicht als Mitspieler zu sehen, so dass es in vielen Kämpfen leider nur ums Gewinnen, nicht aber um die Show ging. Jedoch gab es auch viele großartige Spieler(gruppen), mit denen wir jede Menge Spass, einige tolle Situationen und viele ganz grandios schmutzige Kämpfe hatten: Die zehnte Legion, die Schattenstürmer, die Lappingrotte, die Dreiländer – um nur einige zu nennen.

Zur SL gibt es nur wenig zu sagen. Wir lernten lediglich einen entspannten, ruhigen Vertreter dieser Spezies kennen, der Rest war eine bunte Mischung aus Überforderung, Gleichgültigkeit und Profilneurose. Wir durften uns mehr als nur einen dummen Spruch anhören, und man hatte stets den Eindruck, für jeden NSC-Einsatz dankbar sein zu müssen.

Abreise und Fazit:
Am Abreisetag regnete es. Natürlich. Die Tatsache, dass man als NSC den Platz erst verlassen durfte, nachdem man Frohnarbeit geleistet beim Festungsabbau geholfen hatte, und die völlig unverschämten Ein-Euro-Jobber Parkplatzordner verdarben uns endgültig die Laune. Im Auto diskutierten wir ausführlich, ob wir uns diese Veranstaltung im nächsten Jahr trotz unserer Erfahrungen mit Parkwächtern, SL, vielen Spielern und der Geringschätzung der NSC-Leistung wieder antun sollten, kamen jedoch schnell zu einer Antwort: Ja! Das untote Fleisch und die Knochenkönigin hatten uns einfach in ihren Bann gezogen. Und auch wenn ein Großteil der mehreren Tausend Spieler – nett gesagt – nicht unsere Spieleinstellung teilten, so gab es unter ihnen doch immer noch mehrere Hundert, mit denen man mehr als genug Spass haben konnte.

Insofern sind wir auch dieses Jahr wieder dabei, wenn es heißt:
Ihr Wille hebt das Land!
Den Heiligen zur Ehre!
In Demut für Igraina!

Wenn der Scammer zweimal klingelt

Montag, 16. Mai 2011

Heute bekam ich eine E-Mail vom besten Vater von allen mit folgendem Bild eines Briefes, der ihn in den letzten Tagen erreicht hatte.

Ein Brief.
Nachdem ich die ersten paar Worte gelesen hatte, war klar, dass es sich um einen Scam handeln musste. Der Wortlaut war doch sehr charakteristisch, und – dem Zeitgeist folgend – einfach nur abgeschrieben:

Als erstes, möchte ich Ihnen um Ihre vertrauen in diese Transaktion bitten; diese ist völlig vertraulich und streng Geheim. Doch ich weiß dass, die Transaktion auf diese Größe, jeder besorgt und beunruhigt machen kann, aber ich versichere Ihnen, das am ende alles gut laufen wird.

Ich war ziemlich überrascht, dass ein solcher Betrugsversuch, wie ich Hunderte davon als E-Mail in meinem Spam-Ordner habe, inzwischen sogar als klassischer Brief verschickt wird.

Eine kurze Google-Suche zeigte selbstverständlich auch, dass die Anwaltskanzlei, unter deren Namen der Brief verschickt wurde, eine ganz andere Adresse und E-Mail hat. Ich schrieb eine kurze Mail, in der ich darauf hinwies, dass unter ihrem Namen solche Briefe verschickt würden. Ich bin gespannt, ob ich eine Antwort erhalte.

Es gibt übrigens auch einen etwas älteren und recht ausführlichen Spiegel-Artikel zu dem Thema.


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